CHUWI GBox Pro Thin Client PC Bewertung

Eine Anomalie angesichts der Existenz der GBox Mini

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UNSER URTEIL

Die Chuwi GBox Pro ist eine Enttäuschung. Sie ist kein schlechtes Produkt an sich, aber sie ist preisgünstig und leidet unter einem extrem wettbewerbsintensiven Markt, der durch die anhaltende Chipknappheit noch verschlimmert wird.

+ VORTEILE                                                                  – NACHTEILE

Gutes Design                                                                Teuer für das, was sie bietet
Kann eine weitere HDD hinzufügen                          Schlechte CPU-Leistung
Legacy VGA-Port ist nützlich
Keine Fans

Dies ist die GBox Pro, der Nachfolger der GBox, die wir letztes Jahr besprochen haben; ein geschäftsorientierter Mini-PC, der mit verschiedenen Problemen geplagt war. Chuwi ging zurück ans Zeichenbrett und stellte ein neues Produkt vor, das, wie er hofft, die Probleme lösen wird, die die GBox zu einem weniger als-stellaren Performer machen.

Der Markt hat sich seitdem weiterentwickelt, aber nicht in die von uns erwartete Richtung. Die Chip-Knappheit, die die PC-Industrie seit mehr als einem Jahr plagte, hat dazu geführt, dass kleinere Anbieter wie Chuwi den Boden unter den Füßen abkratzten, um Chips zu bekommen, geschweige denn konkurrenzfähige.

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WO KAUFEN?

Chuwi schickte uns das Muster und der chinesische Online-Händler Aliexpress verkauft die GBox Pro zum Zeitpunkt des Schreibens für 160€. Bitte beachte, dass dieser Preis zwar die Lieferung beinhaltet, jedoch ohne Steuern, die von der HMRC oder den Kurierfirmen im Namen des Verkäufers erhoben werden.

Gestaltung

Chuwi hat das GBox-Chassis wiederverwendet, was seine Vorteile hat: Es reduziert die Stückliste (mit Skaleneffekten) und du sparst bei den Konstruktionskosten. Aber es bedeutet auch, dass es schwierig ist, zwischen den Produkten zu unterscheiden. Deshalb wird kein Smartphone-Hersteller jemals ein altes Design recyceln, egal wie groß die Einsparungen sein könnten.

Als Zusammenfassung erhält man also eine rechteckige Box (18,9 x 13,8 x 3,73 cm) mit einem Type-C USB und zwei USB 3.0 Ports in der Front, neben einem Micro-SD-Kartensteckplatz, einer Statusleuchte und einem auffälligen roten Power-Key.

Es kann dank einer VESA-Halterung hinter einem Monitor montiert werden und außer dem 24W (12V, 2A) Netzteil gibt es nicht viel mehr zu schreiben.

Hardware

Die brennende Frage, die sich jeder stellt, ist wahrscheinlich, warum sich Chuwi für einen alten Prozessor entschieden hat, um die GBox Pro zu betreiben? Schuld daran ist der anhaltende Mangel an Intel-CPUs, der – mehr als alles andere – zu einem Wiederaufleben älterer, veralteter – aber immer noch neuer – Produkte führt.

Der Intel Atom X7-E3950, der ihn antreibt, ist ein 4-Kern-Prozessor, der mit einem HD Graphics 505 Video-Subsystem ausgestattet ist. Er hat nur 2 MB Cache und kann mit bis zu 2 GHz laufen; beachte, dass es sich um einen eingebetteten Teil handelt – nicht etwas, das normalerweise in nicht spezialisierten Produkten verwendet wird – mit einer TDP von 12 W.

Es ist unheimlich leise, dank des massiven Kühlkörpers, den es verwendet (hier keine Lüfter). Ein Teil des Chassis besteht aus einer Aluminiumlegierung, die auch hilft, die Wärme abzuführen. Chuwi sagt, dass selbst nach vier Stunden unter Last die Oberfläche des PCs nicht über 34 Grad Celsius steigt (obwohl das von der Raumtemperatur abhängt).

Es gibt 4GB LPDDR3 RAM (gut) und 64GB gelötete eMMC (schlecht). An anderer Stelle gibt es 802.11ac Wi-Fi, Bluetooth 4.0 (dank dem allgegenwärtigen Intel 3165) und die Möglichkeit, ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk (nur SATA, SSD oder HDD) anzuschließen. Auf der Rückseite befinden sich ein Kopfhöreranschluss, ein HDMI-Anschluss, ein VGA-Anschluss, zwei USB 2.0-Anschlüsse, ein Gigabit Ethernet LAN und ein proprietärer Anschluss.

SPEZIALBLATT

Hier ist die Konfiguration der Chuwi GBox Pro, die zur Überprüfung an TechRadar Pro geschickt wurde:

  • CPU: Atom X7-E39504C/4T, 2M, 2Ghz
  • Grafiken: Intel HD-Grafik 505
  • RAM: Vorgesehen sind 4GB DDR4 DDR2400
  • Lagerung: 64GB eMMC-Sandisk DF4064
  • Häfen: 2x USB2.0, 2x USB3.0, 1x USB-C, 1x HDMI, Audio-Buchse, RJ-45 Gigabit Ethernet
  • Verbindung: Intel 3165, 802.11 a/b/g/n/ac, Dual-Band WiFi 2,4GHz/5GHz, Bluetooth 4.0
  • Gewicht: 580g
  • Größe: 18,76 x 13,83 x 3,73 cm

Einsatz und Leistung

Windows 10 hat sich auf der GBox Pro nicht korrekt verhalten, da die Updates nicht installiert werden konnten. Das passierte auf der ursprünglichen GBox und wir können hier definitiv einen Trend erkennen, obwohl es keinen BSOD gibt. Der Prozessor – den wir im LapBook Plus gesehen haben – hat sich unseren Erwartungen entsprechend verhalten, d.h. irgendwo zwischen dem grauenhaft langsamen Atom X5-Z8350 und dem gerade noch ausreichenden Celeron N4100.

Die Gesamtleistung wurde nicht durch den 64GB eMMC Sandisk DF4064 Onboard-Speicher unterstützt, der mit unterdurchschnittlichen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zu kämpfen hat. Ansonsten verhält sich die GBox Pro wie ihr Vorgänger: leise im Betrieb und warm im Griff. Es ist keine Bloatware in Sicht, was ein positiver Punkt ist.

BENCHMARKS

So hat sich die Chuwi GBox Pro in unserer Reihe von Benchmark-Tests bewährt:

  • Passmark: 930
  • Passmark CPU: 1921
  • CPU-Z: 153.1 (einfädig); 603.4 (mehrfädig)
  • Geekbench: 1243 (einadrig); 3746 (mehradrig); 14985 (berechnen)
  • Cinebench: OpenGL: CPU: 331
  • CrystalDiskMark: 162,9 MBps (lesen); 146,6 MBps (schreiben)
  • Novabench: 622
  • Atto: 245 MBps (lesen, 256mb); 287 MBps (schreiben, 256mb)
  • Sisoft Sandra (KPT): 0,44
  • Windows Erfahrungsindex: 4.7

Wettbewerb

Um einen Konkurrenten der GBox Pro zu finden, brauchst du nicht allzu weit zu suchen.

Chuwi’s eigene GBox ist immer noch im Verkauf und ist auf dem Papier, besser als die GBox Pro, für einen etwas höheren Preis dank eines schnelleren Prozessors, dem Celeron N4100. Das ist der einzige beste Grund, warum die GBox Pro nicht auf deiner Einkaufsliste stehen sollte. Chuwi hat jedoch bestätigt, dass sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat und solange der Vorrat reicht, zum Verkauf angeboten wird.

Wenn du nur einen winzigen Thin-Client-Computer willst, auf dem Windows 10 ausgeführt werden kann und der keine Speichererweiterung benötigt, dann sollte der 100€ Z83 II mit seiner (langsameren) Atom-CPU, 4 GB RAM und 64 GB Speicher die Anforderungen erfüllen.

Möchtest du etwas noch leistungsfähigeres? Dann schau dich die Martrea Acute Angle AA mit ihrem einzigartigen Design, einer etwas schnelleren CPU und vor allem 192 GB Speicher (3x mehr) und 8 GB RAM (2x mehr) an. Überraschenderweise kostet sie nur 160€ und sollte die GBox Pro sehr leicht übertreffen.

Endgültiges Urteil

Seien wir ehrlich: Es gibt bessere Thin Clients und Minicomputer. Die originale GBox wäre die richtige Wahl, denn sie tickt nicht nur alle Kästchen, sondern hat auch einen besseren Prozessor. Greife zu, solange du kannst, denn der Vorrat reicht nicht ewig.

Was die GBox Pro betrifft, so ist sie leider nicht ganz so geworden, wie wir es erwartet haben. Die CPU ist schuld, aber es ist nicht streng genommen Chuwi’s Fehler, da sie sich wahrscheinlich für einen schnelleren Prozessor entscheiden würden.

Die nächste Iteration der Box sollte einen schnelleren Prozessor mitnehmen und den Onboard eMMC-Speicher gegen ein ordentliches Solid State Drive austauschen. Bis dahin, so hoffen wir, wird Intel den chronischen Chip-Mangel gelöst haben.

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